Sehenswürdigkeiten


Sehenswürdigkeiten

Der größte Archipel der Welt birgt einen einzigartigen Reichtum an kulturellen und historischen Schätzen. Großartige Tempelanlagen, Palastruinen, prähistorische Relikte, lebendige Traditionen, archaische Dörfer, moderne Kunst und bewahrtes Handwerk.

Besuchen Sie die Weltkulturerbe-Stätten Borobudur und Prambanan in Zentraljava, erleben Sie Jahrhunderte alte Sitten und Gebräuche während eines Besuches in einem traditionellen Dorf, lernen Sie mehr über den Kulturreichtum in einem der zahlreichen Museen oder schauen Sie Handwerkern über die Schulter, während kunstvolle Batik-Textilien oder praktische Körbe entstehen – die Möglichkeiten sind schier endlos.





Borobudur: Auf den Spuren Buddhas in Java



Nachhaltig beeindruckt das größte buddhistische Monument der Welt inmitten der Reisfelder und Hügel Zentraljavas. Die riesige Tempelanlage misst 123 m x 123 m und die 10 Stufen des Monuments sind mit 1.460 Steinreliefs verziert, die die Kosmologie des Buddhismus erklären. Kaum vorstellbar, dass dieser faszinierende Tempel aus dem 9. Jh. lange Zeit unter Vulkanasche verschüttet war und erst 1815 wieder “entdeckt” Wurde. Heute ist das Monument aus der Zeit der Syailendra Dynastie UNESCO Weltkulturerbe und gehört zweifelsohne zu den “TOP 10” Sehenswürdigkeiten Indonesiens.



Prambanan: Javas hinduistisches Erbe in Stein

Anmutig und großartig liegt die Tempelanlage Prambanan zwischen den Sultansstädten Yogyakarta und Surakarta (Solo). Nahezu zeitgleich mit dem Borobudur Tempel im 9. Jh. entstanden, zeugt dies vom damaligen friedlichen Miteinander dieser beiden Weltreligionen auf Java.
Der mit 47 m höchste Tempel ist Shiva, dem Zerstörer gewidmet, die beiden anderen großen Tempel den Göttern Brahma, dem Erschaffer und Wishnu, dem Erhalter. Zahllose kleinere Tempel, teilweise in Ruinen, machen die Anlage zu einer der größten Südostasiens. Prambanan ist seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe.


Das Nationalmuseum: Schatzkiste des Archipels
Einen Steinwurf vom Nationalmonument entfernt in der Straße Medan Merdeka Barat liegt das Nationalmuseum. Eine umfangreiche und beeindruckende Sammlung gibt einen guten Überblick über das kulturelle Erbe des Inselreichs von der Vor- und Frühgeschichte bis zur lebendigen Gegenwart. Nachweise erster menschlicher Besiedlung, Statuen aus der Zeit der hinduistischen Königreiche, Gold- und Silberschätze der Sultanshöfe, Handelsware wie chinesisches Porzellan, erstklassige Textilarbeiten, eine beeindruckende ethnographische Abteilung und unzählige andere sehenswerte Gegenstände aus dem gesamten Inselreich beherbergt das Nationalmuseum, dessen Ursprünge zurückgehen bis ins Jahr 1778.


Der Keraton: Sultanspalast von Yogyakarta, der Javanische Kosmos
Der Keraton (Kraton, Karaton) von Yogyakarta gilt als perfektes Beispiel traditioneller javanischer Architektur. Dieser Komplex aus Pavillons, Höfen und Gebäuden spiegelt den javanischen Kosmos wider. Selbst die Bäume haben symbolische Bedeutung in diesem Spiegelbild javanischer Philosophie.
Symbolhaft auch die Ausrichtung in Nord-Süd-Richtung zum mächtigen und majestätischen Vulkan Merapi und zum indischen Ozean, dem Reich der Meeresgöttin. Vollendet wurde der Palast 1790 und ist heute noch Sitz des amtierenden Sultans von Yogyakarta, wie auch kulturelles und rituelles Zentrum des einflußreichen Sultanshofes.

 
Parangtritis: Mysteriöse Mythen und spektakulärer Meeresblick
Salzige Meeresluft und tosende Wellen erwarten den Besucher in Parangtritis, nur 28 km südlich von Yogyakarta. Dramatisch zerklüftete Felsen, schwarzer Lavasand am Strand und eine frische Brise erfrischen und beleben. Ein perfekter Ausflugsort nach ausgiebigen Besichtigungstouren in und um Yogyakarta. Und dazu noch ein ganz mystischer... Hier ist der Sitz der Königin des südlichen Meeres, Kanjeng Ratu Kidul. Wer ihrem Bann erliegt, den verschlingt das Meer. Der Legende nach wird die Meereskönigin durch grüne Kleidung besonders angezogen, deshalb meiden Javaner beim Besuch von Parangtritis grüne Kleidung zu tragen.
Einmal jährlich bringt der Sultan von Yogyakarta Opfer für die Königin Ratu Kidul und auch das Volk bittet durch Gaben um Hilfe, Beistand und Segnung durch die Königin des Meeres.